Moderne Technik trifft auf altes Dampfross
Moderator: Stephan Rewitzer
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Hurraaa alle Teile sind fertig !
Naja Ingo, Du bist ja selbst ein sehr umtriebiger Modeller, also Bescheidenheit ist nicht angebracht - ich verfolge Deine Aktivitäten mit Interesse.Modeller hat geschrieben: Muss ich - neidvoll, nicht neidlos - zugeben.
in den vergangenen Tagen konnte ich nun die letzten Teile der "Kleinen" fertigstellen. Nun kann die Farbbehandlung und die Endmontage beginnen, darauf freue ich mich schon.
Sehr geduldig versucht hier der Chefkonstrukteur seinem Enkel von den Schwierigkeiten bei der Fertigung der Steuerung zu berichten.
Wie es scheint hat er aber dabei wenig Erfolg, irgendwas an der Decke der Werkstatt ist für den Kleinen interessanter.
Viele Grüße aus Thüringen
Joachim
Zuletzt geändert von dampfross am 22. März 2015, 15:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Fast fertig
Hallo Miteinander,
nach nunmehr 4 Wochen bin ich mit dem Eigenbau meiner kleinen Feldbahndampflok ein gutes Stück vorangekommen. Das lackierte Fahrwerk kann hoffentlich für immer geschlossen werden.
Alle Teile im Sichtbereich werden vor der Farbgebung nochmal sandgestrahlt. Die Oberflächen sehen nun sehr schön gleichmäßig matt aus, kleine Schleifspuren sind nun nicht mehr sichtbar.
Nach der Behandlung mit Brünierungsmittel entsteht eine schöne gleichmäßig matte schwarze Färbung
Beim Betrachten dieses Vorbildfotos habe überlegt, wie man Feuer in die "Kleine" bekommt.
Eine diskret aufgebaute elektronische Flackerschaltung ist viel zu groß für dieses H0f-Modell. Es gibt aber Flacker-LEDs, die diese Schaltung schon enthalten. Die sind aber auch nicht gerade klein (5mm Durchmesser). Ob es noch andere kleinere Bauformen gibt, habe ich nicht näher untersucht.
Die LED mußte also in der Fräse passend gemacht werden.
Nun passt sie gemeinsam mit der Schwungmasse gerade so hinein. Das Flackerlicht entsteht am oberen Ende der Lötfahne für die Kathode und blinzelt als gestreutet gelbliches Licht von innen in die 3 Öffnungen der Stehkesseltür. Die Steuerung ist inzwischen auch zusammengebaut. Wer Modelle in H0f besitzt kann vielleicht die Fummelei erahnen, die beim Zusammensetzten der Teile anfällt. Ich kann verstehen, dass Hersteller hier gelegentlich die Vereinfachung der Mechanik in Betracht ziehen, indem sie einfach etwas weglassen. Mit der Farbgebung bin ich etwas unzufrieden, beim Original sind die Steuerungsteile metalisch blank, sieht aber eben etwas steril und eben neu aus.
Die Farbbehandlung ist abgeschlossen und es fehlen nur noch einige Details am Kessel und die Kupplungen. Dann mache ich Fotos und bewegte Bilder, damit man die Fahreigenschaften und die Beleuchtung besser beurteilen kann. Bis dahin habe ich das folgende Bild mit dem bei TM neu erhältlichen "Baumstammstransporter". Damit dieser betriebssicher durch die Kurven kommt, habe ich dem Stamm ein Gewicht im Inneren verpasst, und die Rungen mit dem Stamm fest verklebt. Die Drehbewegung erfolgt nun in den Drehpunkten der Rungen. Die Kupplung ist nur noch Schauobjekt und musste längenverstellbar gemacht werden.
Bis zum Abschlußbericht schöne Grüße aus Thüringen
Joachim
nach nunmehr 4 Wochen bin ich mit dem Eigenbau meiner kleinen Feldbahndampflok ein gutes Stück vorangekommen. Das lackierte Fahrwerk kann hoffentlich für immer geschlossen werden.
Alle Teile im Sichtbereich werden vor der Farbgebung nochmal sandgestrahlt. Die Oberflächen sehen nun sehr schön gleichmäßig matt aus, kleine Schleifspuren sind nun nicht mehr sichtbar.
Nach der Behandlung mit Brünierungsmittel entsteht eine schöne gleichmäßig matte schwarze Färbung
Beim Betrachten dieses Vorbildfotos habe überlegt, wie man Feuer in die "Kleine" bekommt.
Eine diskret aufgebaute elektronische Flackerschaltung ist viel zu groß für dieses H0f-Modell. Es gibt aber Flacker-LEDs, die diese Schaltung schon enthalten. Die sind aber auch nicht gerade klein (5mm Durchmesser). Ob es noch andere kleinere Bauformen gibt, habe ich nicht näher untersucht.
Die LED mußte also in der Fräse passend gemacht werden.
Nun passt sie gemeinsam mit der Schwungmasse gerade so hinein. Das Flackerlicht entsteht am oberen Ende der Lötfahne für die Kathode und blinzelt als gestreutet gelbliches Licht von innen in die 3 Öffnungen der Stehkesseltür. Die Steuerung ist inzwischen auch zusammengebaut. Wer Modelle in H0f besitzt kann vielleicht die Fummelei erahnen, die beim Zusammensetzten der Teile anfällt. Ich kann verstehen, dass Hersteller hier gelegentlich die Vereinfachung der Mechanik in Betracht ziehen, indem sie einfach etwas weglassen. Mit der Farbgebung bin ich etwas unzufrieden, beim Original sind die Steuerungsteile metalisch blank, sieht aber eben etwas steril und eben neu aus.
Die Farbbehandlung ist abgeschlossen und es fehlen nur noch einige Details am Kessel und die Kupplungen. Dann mache ich Fotos und bewegte Bilder, damit man die Fahreigenschaften und die Beleuchtung besser beurteilen kann. Bis dahin habe ich das folgende Bild mit dem bei TM neu erhältlichen "Baumstammstransporter". Damit dieser betriebssicher durch die Kurven kommt, habe ich dem Stamm ein Gewicht im Inneren verpasst, und die Rungen mit dem Stamm fest verklebt. Die Drehbewegung erfolgt nun in den Drehpunkten der Rungen. Die Kupplung ist nur noch Schauobjekt und musste längenverstellbar gemacht werden.
Bis zum Abschlußbericht schöne Grüße aus Thüringen
Joachim
Zuletzt geändert von dampfross am 22. März 2015, 15:45, insgesamt 4-mal geändert.
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Feldbahn Dampflok
Hallo Joachim
das sieht ja alles toll aus. Ich bin mit meinem Beschlagteilen fuer Lokschuppen leider noch immer auf der Suche nach einem zum Verfilmen. Die ersten beiden Bilder hier mit dem rot lackierten Getriebeblock, ist das ein zweiteiliger Kokillenguss oder noch die Blechlamellen?
Ein ganz super WErk, vorallem wenn ich bedenke dass ich die 310-er Steuerung und Stehkesselrueckwand erst in 0 so wirklich mit allem drum herum machte, einfach ganz super.
mfg aus Wien
Josef,
das sieht ja alles toll aus. Ich bin mit meinem Beschlagteilen fuer Lokschuppen leider noch immer auf der Suche nach einem zum Verfilmen. Die ersten beiden Bilder hier mit dem rot lackierten Getriebeblock, ist das ein zweiteiliger Kokillenguss oder noch die Blechlamellen?
Ein ganz super WErk, vorallem wenn ich bedenke dass ich die 310-er Steuerung und Stehkesselrueckwand erst in 0 so wirklich mit allem drum herum machte, einfach ganz super.
mfg aus Wien
Josef,
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Wow... !!!!!
Mehr fällt mir im Moment nicht dazu ein...
Grüße, Gerd
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Grüße, Gerd
Zuletzt geändert von Zillertalbahner am 28. April 2014, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Abschlußbericht
Hallo Josef,penzing1140 hat geschrieben:rot lackierten Getriebeblock, ist das ein zweiteiliger Kokillenguss oder noch die Blechlamellen?
das ist das Getriebe mit den Blechlamellen, es tut seinen Dienst. Ich war bei der Konstruktion zunächst auch etwas unsicher, aber als ich die mit Loctide verleimten Hälften dann in der Hand hatte, konnte ich schon ahnen, dass es funktionieren wird. Hauptvorteil dieser Methode: die Maßhaltigkeit in der Ebene senkrecht zu den Achslöchern ist eben sehr gut.
Allen anderen Mitlesern danke ich an dieser Stelle für die positiven Rückmeldungen und das über die gesamte Bauzeit von mehr als einem Jahr.
Noch rechtzeitig vor der Fertigstellung des restaurierten Originales bei der Parkbahn Letten (CH) bin ich mit meinem Modell nun fertig. das Modell ist nun fahrtüchtig und läuft, trotz seiner geringen Größe, recht kultiviert über die H0f-Gleise.
Ein kurzer Steckbrief:
Bauzeit: ca. 1 Jahr
Anzahl der Teile: > 400
Getriebe: Module 0,2 , 1 Schnecke, 13 Zahnräder, 9 Achsen, 1 Schwungmasse
Antrieb: Maxon 6mm, 10/12V DC
Digital: nein
Gewicht: 29 g
Spurweite: 6,25 mm
Leuchtmittel: Frontlaterne LED, Büchsenfeuer LED mit integrierter Flackerschaltung
Material: Messing, Neusilber
Länge ohne Puffer: ca. 39 mm
Breite: ca. 16mm
Höhe Dach: ca. 30 mm
Ein paar Bilder vom Fahrzeug:
Hier hat man nochmal die Größe des H0f Modelles
Die Frontlaterne tut ihren Dienst:
Das Büchsenfeuer ist ebenfalls vorhanden:
Ich habe versucht, die Details bei der Kesselbestückung möglichst in das Modell umzusetzen:
Das Fahrzeug aus verschiedenen Betrachtungswinkeln:
Bei der farblichen Gestaltung der Zierstreifen werde ich beim nächsten Modell keine glänzende sondern stumpfe Farbe einsetzen, dann sieht es gleichmäßiger aus.
Unterwegs mit schwerer Last:
Am Ende meines Berichtes steht noch ein Video, naja bei der Produktion habe ich mich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert - Videobearbeitung gehört nicht zu meinen Stärken !
Zuletzt geändert von dampfross am 22. März 2015, 15:50, insgesamt 2-mal geändert.
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danke fürs zeigen
Hallo Joachim,
Du zeigst hier wieder einmal ganz großes Kino man kommt aus dem staunen nicht mehr raus
was alles in die größe einer Nussschale passt... Klein - Kleiner - Winzigklein einfach cool
Du zeigst hier wieder einmal ganz großes Kino man kommt aus dem staunen nicht mehr raus
was alles in die größe einer Nussschale passt... Klein - Kleiner - Winzigklein einfach cool
LG Sio
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Moin Joachim,
einfach genial. Ich war anfangs etwas skeptisch ob des großen Stehkessels in dem du die Schwungmasse versteckt hast. Am fertigen Modell allerdings fällt das gar nicht mehr so sehr ins Gewicht und wenn man sich dann noch überlege wie klein die Lok überhaupt ist.... RESPEKT !!!
Und die Fahreigenschaften geben dem Ganzen das I-Tüpfelchen
Was kommt als nächstes?
Grüße, Gerd
einfach genial. Ich war anfangs etwas skeptisch ob des großen Stehkessels in dem du die Schwungmasse versteckt hast. Am fertigen Modell allerdings fällt das gar nicht mehr so sehr ins Gewicht und wenn man sich dann noch überlege wie klein die Lok überhaupt ist.... RESPEKT !!!
Und die Fahreigenschaften geben dem Ganzen das I-Tüpfelchen
Was kommt als nächstes?
Grüße, Gerd
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Sommer-Bastelpause
An dieser Stelle nochmal ganz herzlichen Dank für Euere Antworten, es ist schön, wenn man mit sich mit seiner Begeisterung zum Freizeitgestaltung in mitten von lauter Hobbykolleg(inn)en bewegt. Und damit ab in die Sommer-Bastelpause ! (in der ich schon über künftige Projekte grübeln werde.)
Viele Grüße
Joachim
Viele Grüße
Joachim
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Jetzt, ..also etwa eine halbe Stunde nach dem Meteoriteneinschlag, sprich,- nach dem Finden und Lesen dieses Beitrages und nach cirka hundertmal, anschließend fassungslosem Kopfschütteln, bin ich dankbar für die vielen vergangenen Stunden eines erfüllten und überzeugten Hobbyfrönens, in denen ich dachte: es passt eh..
Aber ich bin auch etwas ratlos, wie es nun weitergehen soll.
Die Erde ist keine Scheibe??! Diese gnadenlose Mini- Feldbahn-Leistung grenzt schon ein bisschen an Ketzerei
Respekt wäre zu gelinde ausgedrückt!
VG
HH
Aber ich bin auch etwas ratlos, wie es nun weitergehen soll.
Die Erde ist keine Scheibe??! Diese gnadenlose Mini- Feldbahn-Leistung grenzt schon ein bisschen an Ketzerei
Respekt wäre zu gelinde ausgedrückt!
VG
HH