Seite 1 von 1
Bremsen bei StmLB-Modellen
Verfasst: 12. August 2010, 11:45
von kh_riefer
Hallo Kollegen aus dem Nachbarland,
beim Nachdenken über eine ergänzende Detaillierung der Bremsanlagen von Magic-Train-Wagen fiel mir auf, dass sich die Anordnung der Hängeeisen im Modell von der von den meisten Vorbildern gewohnten Anordnung unterscheidet. Bei Fleischmann sind sie nach Bild A angeordnet. Um die übliche Gestängeführung (nach C) nachbilden zu können, müssten sie jedoch nach Bild B angeordnet sein.
Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bremsen nur von der Kopfseite her oder von der zwischen den Achsen sitzenden Hauptbremswelle angelenkt werden. Haben die Fleischmänner da gemogelt?
Kröß hat bei seinem Bausatz 13030 versucht, das Problem durch Änderung der Hängeeisen zu lösen. Das möchte ich vermeiden, zumal das Ergebnis bei WMK auch nicht ganz logisch wird.
Da das Fahrwerk der MT-Wagen - nach Angabe von Fleischmann - den Fahrzeugen der StmLB nachgebildet ist, dachte ich, in diesem Forum Näheres zu den Bremsen dieser Fahrzeuge finden zu können. Möglicherweise hab ich ja auch einen Denkfehler in meinen Überlegungen. Vielleicht hat ja einer von Euch aufschlussreiche Fotos oder Zeichnungen oder kann mir eine Quelle nennen, wo ich mich schlau machen könnte.
Karl Heinz
Verfasst: 12. August 2010, 18:42
von Gerhardf
Hallo
Natürlich ist Ansicht A falsch. Damit wird sich kein Wagen bremsen lassen.
lg
Gerhard
Verfasst: 12. August 2010, 19:22
von kh_riefer
Gerhardf hat geschrieben:...Natürlich ist Ansicht A falsch.
Sehe ich auch so, Gerhard. Aber irgendwas nach
A muss sich doch die Fa. Fleischmann zum Vorbild genommen haben. Oder sollen die wirklich so einen kapitalen Bock geschossen haben? Mag ich kaum glauben!
Karl Heinz
Verfasst: 12. August 2010, 19:58
von Gerhardf
Hallo
Ich gehe davon aus, das die ganze Achse (Achsgabel, Bremsen, ..) ein Gußteil war, der dann verkehr rum eingebaut wurde.
lg
Gerhard
Verfasst: 12. August 2010, 19:59
von Stormarner
Hallo,
wie wäre es mit einem Umlenkhebel in der Mitte, der Zug in Druck bzw Druck in Zug umwandelt?
Wenn er in der Mitte der Verbindungsstange angebracht wäre, könnte er gleichzeitig als Ausgleich für Wärmeausdehnungen dienen, da sich beide Stangen ja gleich stark verlängern bzw verkürzen.
Verfasst: 12. August 2010, 20:43
von 1170.401
Hallo Leute,
ich hoffe das hilft, auch wenn es von einem Einzelstück mit etwas anderer Lage des Bremszylinders ist.
Ich glaub' kaum daß die damals beim Weitzer dafür die ganze Hebelei neu erfunden haben.
l.g., fritz
Verfasst: 12. August 2010, 22:32
von Gerhardf
Hallo
Hilft überhaupt nicht, da es bei dem Problem um das Gestänge zwischen erster und 2ter Achse geht. Die ist auf deinem Plan nicht eingezeichnet. Ist auch ein Wagen mit anderem Fahrgestell.
lg
Gerhard
Verfasst: 12. August 2010, 22:40
von 1170.401
Gerhardf hat geschrieben:. . .das Gestänge zwischen erster und 2ter Achse geht. Die ist auf deinem Plan nicht eingezeichnet. . .
und was ist das (rot umrandet)?
l.g., fritz
p.s.
Ist auch ein Wagen mit anderem Fahrgestell
Darauf bin ich wohl eingegangen.
Verfasst: 12. August 2010, 23:02
von Gerhardf
Hallo
Hast recht, habe ich übersehen. Hätte ich zwar auch wissen sollen, da ich erst einen solchen gebaut habe (mit vollständigem Bremsgestänge). Ist aber trotzdem das falsche Fahrgestell.
Beim gefragten Modell geht die Verbindung zur zweiten Achse von der Bremszylinderwelle unten, und zur ersten Achse oben weg.
lg
Gerhard
Verfasst: 15. August 2010, 14:34
von kh_riefer
Hallo,
erstmal vielen Dank für Eure Beiträge. Die Zeichnung der WMF Graz hilft zwar nicht weiter, da sie eine andere Anordnung der Hängeeisen zeigt, ist aber trotzdem interessant; diese "rückläufige" Verbindung von der Handbremse zur Hauptbremswelle habe ich bisher sonstwo noch nicht gefunden. Um im Detail dahinter steigen zu können, habe ich die Zeichnung erst mal durchgepinnt und auf die wichtigen Systemkomponenten reduziert. Da ich annehme, dass die Skizze für den einen oder anderen hier im Forum ebenfalls von Interesse ist, stelle ich sie hier ein:
Zu meinem eingangs beschriebenen Problem zurück: Nach einigen Rückfragen und Tiefbohrungen im web konnte ich nirgendwo ein Vorbildfahrzeug finden, das die Fleischmann'sche Interpretation auch nur annäherungsweise zeigt. Auch bei vertrauenswürdigen Modellen - wie z.B. hier
http://0e-club-stpoelten.heimat.eu/Gw.htm
- sieht es anders aus. Ich werde also einfach mal bei den Ex-Nürnbergern anfragen, wo ihr Vorbild zu finden ist. Mal sehen, ob sie Licht in's Dunkel bringen können. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Karl Heinz
Verfasst: 15. August 2010, 18:47
von Gerhardf
Hallo
Danke mal, das Du die Modelle unseres Klubs als Vertrauenswürdig bezeichnets, die sind es auch. Nachfolgend eine Zeichnung des Gw/s 10220 der handbremsseitigen Achse.
Wenn man bei Fleischmann auch die Bremsstangen eingebaut hätte, wäre man schon auf den Fehler draufgekommen. Ich gehe davon aus, das Deine Nachfrage beim Hersteller keine vernünftige Antwort bringen wird, da es dafür kein Vorbild gibt.
lg
Gerhard