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erste Gehversuche mit Schneidelade und Airbrush

Verfasst: 13. September 2010, 16:30
von thinterb
Guten Tag liebe KollegInnen,

ich möchte mich zuerst kurz vorstellen: ich heiße Timo Hinterbauer, bin 41 Jahre alt, wohne in Graz. Ich bin Sozialarbeiter, beginne nun mein Masterstudium und geh mit Anfang Oktober in Elternkarenz, um meinen einjährigen Sohn Leo zu bändigen ...

Vor zwei jahren hat mich meine Frau mit einer Roco-Startpackung roter HF110C und drei Personenwagen beglückt, seither sammle ich eifrig und bin auch schön eine Weile im Forum anwesend.

Vor einigen Wochen habe ich nun, angeregt durch viele tolle Beiträge hier im Forum und einige tüchtige Helfer - vielen Dank an dieser Stelle kke und looploop! - angefangen, selbst Modelle zu kreieren. Dazu ein paar Bilder und die Bitte um Eure geschätzte Rückmeldung und Tipps zu einzelnen Fragen!

Ich habe eine Portion H0-Schrott gekauft, eine Gehrungslade aus Alu und eine Feinsäge; weiters ein Anfänger-Airbrush-Komplett-Set von Revell um 80.- und ein paar Farben. Die Schneidelade hab ich für Längsschnitte adaptiert: die Anschlagbacken sind so verstellbar, dass durch das Beilegen von Metallplättchen die gewünschte halbe Wagenbreite eingestellt werden kann - also etwa 14mm für Schmalspurmodelle.

Sieht dann etwa so aus:

Bild

Damit habe ich bisher folgende Modelle gesägt:

Ein alter Roco-Personenwagen mit von mir (!) lackiertem Dach:

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Hier sind noch Befestigungen für die Drehgestelle nötig, verwenden werde ich 1908er Drehgestelle. Auch der Rahmen muss noch bearbeitet werden.

Aus einem Güterwagen von Lima wurde dieser Wagen:

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Auch hier fehlen noch die Drehzapfen - und eine passende Lackierung.

Aus einer grünen E69 von Roco entsteht durch das Entfernen einiger Millimeter in der Mitte diese Lok, lackiert in RAL 2002 Blutorange mit RAL 7022 Umbragrauem Fahrgestell:

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Der 1099er Stromabnehmer passt perfekt, als Antrieb wird ein "37er" Fahrgestell von Halling eingebaut - geht sich genau aus.

So, und jetzt zum "eigenen" Farbdesign:

Ebenfalls zerschnitten wurde eine Gehäuse einer Liliput 2060, hier bitte ich dringend um Ideen für einen Antrieb:

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Die Lackierung erfolgte in RAL 6009 Tannengrün und RAL 6011 Resedagrün in Anlehnung an ein Modell von Brekina:

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Analog dazu habe ich versucht, ein verbrauchtes Gehäuse einer 1099 zu lackieren; ging bis zur Zierlinie ja auch gut, aber dann furchtbar in die Hosen :frown:

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Aller Anfang ist schwer! Aber vielleicht gelingt mir mit euren Tipps und Eurer Hilfe ja eine exakte Zierline, zuerst muss das Ding aber wieder runter! Und hier ebenfalls, meine Hand ist mit Pinsel zu ungeübt für soetwas!

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Ich freu mich auf Eure Rückmeldungen!

Timo
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Modelle

Verfasst: 13. September 2010, 17:05
von MzBFan
Hallo Timo,

das sieht doch vielversprechend aus. Die "Sägevorrichtung" finde ich genial - der geschrumpfte Preuße hat es mir angetan :razz:

Verfasst: 13. September 2010, 17:46
von steyrtal17
Servus Timo!


Sehen Super aus deine Modelle :grin:
Hab früher auch öfters H0 Fahrzeuge auf H0e umgespurt, unter anderem einen Fleischmann Schienenbus Beiwagen.

Das 2060 Gehäuse könnte man evtl. auf ein N Br 101 Fahrwerk setzen.
Wenn man die Lok mit Rangierbühnen versieht würde das sicher gaz gut aussehen.

Ich würde es auf jeden Fall mal mit einem 4achs Fahrwerk versuchen.

Das von Kato wär auch eine Alternative....

Lg Max

erste Gehversuche mit Schneidelade und Airbrush

Verfasst: 13. September 2010, 18:35
von schmalspurer 76
Hallo Timo


Die orange Lok weckt Erinnerungen an den Yeti die Ge 4/4 111/112 der VBW, heute RBS. Mach weiter so. ich denke es geht vielleicht einfacher die Zierlinien von Hand zuziehen. Aber das ist nur eine Vermutung, da ich noch nicht soviel Erfahrung mit dem lackieren habe.

Verfasst: 13. September 2010, 18:43
von fairlie009
Hübsch geworden - vielleicht helfen ja abdeck-Bänder, um die zierlinien besser hinzukriegen?
Das Grün-Grün-Design gefällt mir ausnehmend gut!

Verfasst: 14. September 2010, 03:03
von croquy
Servus, willkommen im Forum!

Also erstmal Hut ab, das sind ja klasse Eigenbauten! Mir faellt vorallem auf, dass Du das Spachteln echt drauf hast - ich tu mich schwer, die alten Schnittstellen zu sehen. Mit was spachtelst Du denn?

Bzgl. der Zierbaender wuerde ich Dir zu Tamiya-Abklebeband aus dem Standmodellbau raten. Wirkt zwar auf den ersten Blick teuer, aber reichte eine halbe Ewigkeit, und ist m.E. das Beste, was man ohne Schwierigkeiten beziehen kann. Wenn Du Dir eine alte Kachel oder Glasplatte besorgst, kannst Du ein Stueck Band aufkleben, nachdem Du die Unterlage gereinigt hast, und dann mit Hilfe eines (Stahl-)Lineals Dein Zierband schneiden.

Und Farbunfaelle kannst mit einem Bad in frischer Bremsfluessigkeit beheben - da kommt die Farbe foermlich in Schichten runter. Aber erst an einem Probestueck testen... :wink:

Weiterhin viel Freude am Basteln,

Patrick Sprau

Verfasst: 14. September 2010, 04:58
von FreddyK
Moin Timo,
die Modelle sehen doch schon ganz gut aus. Zum Abdecken feiner Zierlinien nimm das schon empfohlene Maskiertape von Tamiya. Gibts in verschiedenen Breiten und klebt nicht so stark, dass du den Lack wieder mit abziehst.
Was ist das für eine Schneidlade, hast du den Umbau selbstgemacht oder gibt es sowas zu kaufen????? Gib mal bitte mehr Infos, Bilder.

Verfasst: 14. September 2010, 09:25
von garibaldi
Hallo Timo,

die Modelle gefallen mir sehr gut. :lol:
Eventuell würde ein V 60 Fahrwerk unter die 2060 passen. Das der West V 60 ist möglicherweise zu kurz, aber die Ost V 60 hat vier Achsen.
Zu den Zierlinien: Abkleben mit Tamiya Band ist natürlich eine Lösung, aber Du könntest auch passende Abziehbilder verwenden.

Kannst Du ein Foto der E 69 mit einem HOe Wagen bzw. der 1099 zusammen einstellen? Mich würden die Größenverhältnisse interessieren. Vielen Dank im Voraus.

Verfasst: 14. September 2010, 09:40
von Schmalspur-Fan
Hallo Timo,

auch ich kann die nur das Tamiya Maskierband empfehlen. Du mußt dir nur beim Abkleben viel Zeit nehmen und die Kanten wirklich Stück für Stück andrücken.

Bei der schmalen Zierlinien nehme ich das Linierband von Weinert; 0,38mm, 0,51mm oder 1,17mm breit Dazu mußt den Bereich dess Gehäuses erst mit der farbe der späteren Linie lackieren, Linierband drüber und dann die Gehäusefarbe drauf. Anschließend ziehst du das linierband ab und hast die Linie.

Eine andere Variante ist auch, das du dir vom Peter Hartmann entsprechende Zierlinien als Decal machen läßt.

Was mir aufgefallen ist, das deine Farbschichten nicht ganz optimal sind. Was hast du für eine Pistole und was für einen Kompressor?

Verfasst: 14. September 2010, 22:12
von GSB
Hallo Timo,

mir gefällt das Design der 1099 echt gut! Aber auch die anderen Umbauten sind sehr interessant! :grin: (übrigens hätte ich noch einen 1099er-Stromabnehmer von meinem Diesellokumbau übrig...)

Für silberne Zierlinien könntest Du auch auf fertige Decals der Hersteller von Modellauto-Beschriftungen zugreifen...

Gruß Matthias

Verfasst: 15. September 2010, 22:03
von Privatbahner
Hallo Timo,

ich persönlich finde, dass die Ratschläge mit einer einfachen Airbrushpistole (Modell Spritz und Spuck) anzufangen irgendwie zu Frust führen müssen. Es erfordert zwar ein wenig Übung, mit der double action (Luft und Farbe getrennt zu bedienen), aber das Ergebnis wird einfach besser. Ich hab nur mit ganz gewöhnlichem Scotch Magic abgedeckt und wenig Farbe mit relativ viel Luft aufgetragen. Das Ergebnis siehst Du hier http://www.schmalspur-modell.at/viewtop ... 9&start=40 (Posting vom 5.6.) und ich hab sicher nicht perfekt abgeklebt.
Bei Dir wars sicher zuviel flüssiger Lack, der sich sofort unter die Abdeckung gesaugt hat. Da gilt: weniger ist mehr.

VG Rudi

Verfasst: 16. September 2010, 12:30
von oetscherlaender
http://www.stayathome.ch/Airbrush.htm

Ich denke der Kollege kann es wirklich!?

oetscherlaender

Verfasst: 16. September 2010, 16:50
von Privatbahner
Hallo Timo,
croquy hat geschrieben:Und Farbunfaelle kannst mit einem Bad in frischer Bremsfluessigkeit beheben - da kommt die Farbe foermlich in Schichten runter. Aber erst an einem Probestueck testen... :wink:
Und nicht zu lange drin lassen. Bei meiner V51 hat sich die Oberfläche etwas aufgeweicht, und ich hatte dann einen Fingerabdruck im Gehäuse.

Noch eine Idee von mir: Du solltest mit der hellsten Farbe, also dem Zierstreifen beginnen. Damit kannst Du das Problem der mangelnden Deckkraft umgehen. Mir ist nämlich aufgefallen, dass die Dunkelgrüne Farbe durch die Zierlinie schimmert. Und zwar überall dort wo der helle Lack hingehört. Nur dort wo er nicht hingehört, deckt er.

VG Rudi